online gestellt am 22.04.2018

Bundeswehr versus Nationale Volksarmee (NVA)

Von Helmut-Alexander Kalex

In den NVA-Gruppen auf Facebook hat das ziemliche Wellen geschlagen, außerhalb wurde es fast nicht zur Kenntnis genommen. Deshalb schreibe ich hier auch noch etwas dazu, dass Kriegsministerin von der Leyen erklärt hat, Wehrmacht und NVA gehörten nicht zur Tradition der Bundeswehr.

NVA01Zuerst mal möchte ich der Frau Kriegsministerin als Unteroffizier der NVA dafür danken, dass sie einsieht, dass ich rein gar nichts mit ihrer Bundeswehr zu tun habe. Meine Armee war nicht dazu da, über andere Völker herzufallen. Gar blutige Rache an den Kindern und Enkeln der Tito-Partisanen zu nehmen. Meine Armee hat sich zu dem einzigen Zweck auf den Krieg vorbereitet, dass es keinen Krieg gibt.

Ich weiß, dass es ehemalige NVA-Angehörige gibt, die gern in einer „unpolitischen“ Armee gewesen sein wollen. „Soldat ist Soldat.“ Das war nie meine Sicht und wird es nie sein.

Worüber sich aber Genossen völlig berechtigt aufregen, das ist die Gleichsetzung mit der Wehrmacht. Es ist beleidigend und es geradezu lächerlich falsch. Die NVA wurde von Widerstandskämpfern gegründet und von solchen Offizieren, die den verbrecherischen Charakter der Wehrmacht erkannt hatten. Manche von ihnen nach vielen inneren Kämpfen. Von den Gründern der Bundeswehr wurde niemals verlangt, von ihren früheren Ansichten zu brechen. Im Gegenteil, es wurde direkt an ihrem Hass auf die Sowjetunion angeknüpft. Was der Wehrmacht allein nicht gelungen war, das sollte jetzt im Bündnis mit den USA möglich werden.

Richtig, NVA und Bundeswehr haben nichts gemein. Bundeswehr und Wehrmacht hingegen sehr viel.