online gestellt am 23.11.2017

Oury Jalloh, das war Mord

Von Helmut-Alexander Kalex

Demo am 07.Januar 2018 14 Uhr Bahnhof DessauAm 7. Januar 2005 starb ein Mensch, an Händen und Füßen gefesselt, in einer Polizeizelle in Dessau. Es war der Flüchtling Oury Jalloh. Er wurde von Polizeibeamten verbrannt. Die Beweise dafür sind eindeutig und klar, wie noch dieses Jahr acht Gutachter der Staatsanwaltschaft Dessau bestätigten. Während CDU und SPD eine „Willkommenskultur“ zelebrierten, die selbst Teile der Linkspartei dazu verführten, in Frau Merkel „das letzte Bollwerk der Menschlichkeit“ zu sehen, wurde von Politikern genau dieser beiden Parteien ein grausamer Mord vertuscht. Mit freundlicher Unterstützung von faschistischen Seilschaften in Polizei und Justiz. NSU lässt grüßen. Und Olivgrüne und Linkspartei schwiegen viele Jahre dazu und ließen es ohne Widerstand geschehen.

Nachdem sich die Staatsanwaltschaft Dessau nach langen Jahren des öffentlichen Drucks doch genötigt sah, vier Polizeibeamte als Verdächtige zu benennen und den Generalbundesanwalt um sein Eingreifen bat, was dieser ablehnte, wurde ihr der Fall entzogen und nach Halle verwiesen. Dort wurde er eingestellt. Wir jedoch dürfen nicht locker lassen. Der öffentliche Druck darf nicht nachlassen.

Kommt am 7. Januar zur jährlichen Demonstration in Erinnerung an Oury Jalloh! Treff ist der Bahnhof Dessau, Uhrzeit 14 Uhr. Kein Vergessen, kein Vergeben!