Martin Schulz, SPD

online gestellt am 19.03.2017

Wenn der Martin auf Hartz IV angewiesen gewesen wäre

Von Helmut-Alexander Kalex

 

Liebe Freunde der SPD, zuerst mal muss ich Martin Schulz meinen Respekt aussprechen. Nein, nicht zu seinem Wahlergebnis von 100 Prozent. Das ist ihm vielleicht selbst etwas peinlich. Aber er ist ein Mensch, der eine persönliche Lebenskrise gemeistert hat. Das verdient Anerkennung und nein, das disqualifiziert ihn rein gar nicht für politische Ämter.

Aber... Dass er seine Krise meistern konnte, lag das vielleicht auch mit daran, dass zu seinem Glück damals nicht die SPD regiert hat?

Hätte es damals schon die Hartz-Gesetze gegeben, wäre es dann wirklich völlig aus der Welt gewesen, dass ein Alkoholkranker einen Termin beim Jobcenter nicht wahrnimmt? Dass er gar nicht in der Lage ist, Bewerbungen zu schreiben?

Und wenn er dann deshalb sanktioniert worden wäre, dann hätte er Glück oder Pech haben können. Wenn er Glück gehabt hätte, dann hätte ihm sein Bearbeiter die vielgepriesenen Lebensmittelgutscheine zugebilligt, wozu er nach dem Willen der SPD aber nicht verpflichtet ist.

Wenn er dann nochmal Glück gehabt hätte, dann hätte ein Geschäft ihm die Gutscheine eingelöst. Wozu es nach dem Willen der SPD aber nicht gesetzlich verpflichtet ist.

Und wenn er dann wegen seiner Sanktion wochen- und monatelang kein Stück Seife und kein Toilettenpapier hätte kaufen können, wie es die SPD ins Gesetz geschrieben hat, wie wäre dann wohl ein Bewerbungsgespräch ausgegangen?

Martin Schulz ist wieder auf die Beine gekommen. Respekt! Aber er hatte auch Glück, dass damals Martin Schulz nicht Kanzler war.